theater*ARCHIV
Dezember 2011
- FR 02.12.
- SA 03.12.
- SO 04.12.
Heute ist der Abend, an dem Jessie sich umbringen wird. Jessie hat alles sorgfältig geplant. Ihre Mutter Thelma hält das Vorhaben für einen schlechten Witz. Aber unbeirrt geht Jessie mit Thelma die Haushaltslisten durch, zeigt ihr, wo was steht, erklärt ihr, wann der Milchmann kommt und was sonst zu erledigen ist. Immer hat sich Jessie um alles gekümmert. Jetzt mag sie nicht mehr. Thelma reagiert mit Wut, Verzweiflung und Sarkasmus, sie bittet, droht und fleht. Zum ersten und letzten Mal stellen sich die beiden Frauen der Vergangenheit, aus der Jessie mit aller Konsequenz ein endgültiges Fazit zieht. Ungeschönt und ohne Larmoyanz kreist Normans Stück auf der Folie einer Mutter-Tochter-Beziehung, in der Hass und Liebe sich die Waage halten, um das Thema Selbstmord. Nacht, Mutter erhielt 1983 den Pulitzer-Preis für Theater sowie weitere renommierte Preise. Übersetzt in über 20 Sprachen, wurde das Stück ein weltweiter Erfolg und 1986 auch verfilmt.
Inszenierung: Markus Nondorf, es spielen Esther Sambale und Andrea Gerhard
Döring'sche Theaterwerkstatt
Zusammenstellung: Brigitte Döring, mit Brigitte Döring, Udo Martin, Verena Schmidt und Julia Löser.
Gast: Johanna Moll mit Fontane-Vertonungen.
HEINRICH THEODOR FONTANE (1819 - 1898)
Der Schriftsteller und approbierte Apotheker Theodor Fontane gilt als bedeutendster deutscher Vertreter des poetischen Realismus. Er erlangte durch seine Balladen mit Themen aus der preußischen und englisch-schottischen Geschichte, die auch in den Schullesebüchern erschienen, erste Bekanntheit. Seine Erzählwerke halten ein kritisches zeitgenössisches Gesellschaftsbild fest. Mit seinen literarischen Landschaftsbildern aus der Mark Brandenburg und seinen Kriegsberichterstattungen begründete Henri Theodor Fontane seinen weiteren Ruf als Journalist.
".. ein prächtiger Kerl, der mit seinem scharfen Verstand, hellem Geist und glühender Phantasie weit über mir steht, er liebt auch das Schöne und strebt nach dem Guten, aber sonst ein kurioser Kauz. Um Wissenschaft kümmert er sich gar nicht, Charakter habe ich noch nicht viel bemerkt. Er verteidigt nicht selten die niederträchtigsten Maximen, aber nicht eigentlich, weil sie die seinen seien, sondern weil es ihm Gelegenheit gibt, seinen Scharfsinn glänzen zu lassen. Eitelkeit ist seine Hauptschwäche." Kersting (ein Freund von Theodor Fontane)
An jedem 6. jeden Monats spielt „6 auf Kraut“ in und um die Kofferfabrik:
Das kann ein abwechslungsreicher Spiele-Abend mit verschiedensten Szenen und Spielformen sein. Oder eine Themenshow z.B. über "Die 10 besten Arten die Welt zu retten" oder den "Vollmond". Vielleicht spielen wir aber auch eine zusammenhängende Improvisationstheaterlangform, z.B. den „Harold“: eine wilde Mischung aus Szenenfragmenten, wiederkehrenden Szenen, Tanzeinlagen, Monologen oder Liedern. Oder den „Krippenbeißer“: hier wird ein Held oder eine Heldin in arge Schwierigkeiten gebracht. Seit über 20 Jahren spielt die Gruppe „6 auf Kraut“ Stegreif- Theater, mal irrsinnig, grotesk und komisch, mal zauberisch poetisch, aber immer Über-, ach was, Hyperraschend! Nach den Vorschlägen der ZuschauerInnen entstehen in Sekundenschnelle nie gesehene Mini- oder Maxidramen. Wie immer: nix geprobt, alles spontan, unwiederholbar, jede Szene zugleich Welt-ur und –letztaufführung. Lasst Euch überraschen!
- FR 09.12.
- SA 10.12.
- SO 11.12.
Der Börsenmakler Robert sitzt wieder einmal spät nachts in seinem Büro und arbeitet, als plötzlich ein Stromausfall seine Aktivitäten für einige Minuten lahmlegt. Als sich das Dunkel wieder lichtet, hat er einen unerwarteten Gast. Das, auf den ersten Blick wie ein Straßenmädchen, anmutende Mädchen Paula, dass auf der Suche ist. Auf der Suche nach was? Nun, eben auf der Suche. Hier beginnt Roberts, anfangs unfreiwillige, überaus seltsame Reise durch eine Nacht, an deren Ende er nicht wissen wird, ob es sie jemals gegeben hat. Paula entführt ihn in ihre Geschichte. Er wird zum Zeugen ihrer Begegnungen, den „universellen“, von Saint-Exupérys erdachten und den „irdischen“ von B. Döring hinzuveränderten. Eine Geschichte über den Unsinn und den Sinn, über einfache Lösungen und ewige Geheimnisse, über die Möglichkeiten und die Unmöglichkeiten des Verstehens und des Liebens.
„Brigitte Döring versetzt die Protagonisten ins Hier und Jetzt, nicht ohne dem Zauber des modernen Märchens Raum zu geben…….Was ist Liebe? Paula hat es begriffen. Sie hat verstanden, dass es die Kraft der Liebe und des Vertrauens war, die die Rose bewogen hat, sie gehen zu lassen, während Robert den Begriff erst einmal gegoogelt hätte. Doch mit der Zeit kommen auch bei ihm wieder Gefühle durch, er vermag sich zu besinnen auf das, was den Menschen ausmacht.“ (Marion Reinhardt FN)
Mit Udo Marin, Julia Löser, Lisa Futschik, Kalle Zuber, Bernd Ruhnau, Andrea Gerhard und Verena Schmidt. Skript / Regie: Brigitte Döring
Döring‘sche Theaterwerkstatt
Seit mehr als 30 Jahren steht die Magd Zerline bei der Baronin im Dienst, als sie an einem Sonntagnachmittag dem Untermieter der Baronin in einem großen Monolog ihr Leben erzählt: ein Leben voller leidenschaftlicher Verstrickung, in dem das Schicksal der Magd untrennbar mit dem Schicksal ihrer Herrschaft verknüpft ist, in das sie sich eingemischt hat bis zu dem Anspruch auf den Liebhaber der Baronin und dem Versuch, sich durch das Anzetteln eines Mordprozesses für entgangene Liebe und entgangenes Lebensglück zu entschädigen. Es gibt viele Wahrheiten: die Wahrheit der Zerline neben der Wahrheit ihres Liebhabers und dessen Geliebter. Zerlines Beweggründe—sie sind unschuldig, heimtückisch und wahnsinnig zugleich—brechen aufeinander wie Glasfragmente, unfähig eine Einheit zu bilden, jedoch Teil eines Ganzen.
Regie und Spiel: Brigitte Döring
- FR 17.12.
- SA 18.12.
- SO 19.12.
Der etwas andere Weihnachtsabend. Mitten in der Adventszeit laden wir sie zum ersten von drei Malen zu einer satirischer Weihnachtsrevue. Kritische, boshafte aber auch sanft ironische Betrachtungen zu einem allenthalben sinnentleerten Fest. Szenen, Gedichte und Lieder von Tucholsky bis Gernhardt, von Heine bis Jandl, von Kästner bis Brel.
Konzept: Brigitte Döring, Mitwirkende: Brigitte Döring, Udo Martin, Esther Sambale, Verena Schmidt, Bernd Ruhnau, Vera Unger, Peter Fidel u.a.
theater monetti
Pomp möchte ihre groooße Clownshow präsentieren. Wäre da nur nicht Pimpf, die ständig stört und unbedingt mitmachen möchte. Aber Pimpf kann das doch gar nicht. Oder doch? Pomp hat einen Verdacht: Will Pimpf Pomp vielleicht die Show stehlen? Und weil das gar nicht geht, wird um die Wette gestritten, gespielt, gesungen bis die Bühnenbretter wackeln. Aber ob die beiden sich auch wieder vertragen? Ein Clownstück zum Lachen und Nachdenken und mit Musik. Für alle ab 3 Jahren mit und ohne dicke rote Nase!
Anette Mahlberg als „Pomp“ und Monica Calla als „Pimpf“
Döring'sche Theaterwerkstatt
In unregelmäßigen Abständen präsentieren Ihnen, sowohl angehenden und lernenden Schauspielern und Sängern, wie auch ambitionierte Laien am Sonntagnachmittag ihre erarbeiteten Rollen und Lieder, in Szene gesetzt von Brigitte Döring.
Ein Spaziergang durch die Monologe verschiedenster Theaterstücke, ob Komödie oder Tragödie, kombiniert mit Liedern verschiedenster Genres. Wir garantieren keine Perfektion, aber viel Vergnügen.

