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Eine Collage in drei Teilen von Markus Nondorf und Brigitte Döring

Erzählt wird die Lebensgeschichte Ulrike Meinhofs, die am 7.10.1934 als Tochter eines evangelischen Theologen beginnt und am 9. Mai 1976 in einer Zelle des Gefängnisses Stuttgart-Stammheim endet. „Eine Frau in einem kargen Raum. Mit einer Pistole zielt sie ins Publikum. Sie redet vom Polizeistaat und dass gegen Gewalt nur eines hilft: mehr Gewalt. Wie aus einer friedensbewegten Mutter eine der gefürchtetsten Terroristinnen der siebziger Jahre wurde, zeigt „Ulrike Marie M.“ von Markus Nondorf und Brigitte Döring.
Die Inszenierung in der Kofferfabrik ist betont karg: Sechs Bühnenelemente, eine Handvoll Requisiten und Kostümteile. Dazu nur eine Darstellerin, die oft mit dem Rücken zum Publikum steht oder ganz im Schwarz verschwindet. Und die dennoch mit ihrer emotionalen Wucht überzeugt. Martha Unterhofer trägt diese zwei Stunden mit einer erstaunlichen Energie. Nicht nur, dass sie in diesem Solo-Stück ein immenses Textpensum zu bewältigen hat, sie muss auch den steten Spagat schaffen zwischen Idealismus und Kampfgeist. Die Geschichte wird nicht chronologisch erzählt, sondern springt von der Isolationshaft in Stammheim immer wieder zurück in den Untergrund oder in die Studentenzeit….. Dabei ist die Collage aus O-Tönen, Gedichten und Musik der Zeit bewusst kein Porträt der RAF, sondern ein ganz intimer Einblick in die Person Ulrike Meinhof…. Ein Stück, das nicht moralisch urteilt. Das hinsieht und zuhört“ (FN Peter Romir)
mit Martha Unterhofer; Inszenierung: Brigitte Döring

Preis: 13 € | VVK: 10 € [Tickets kaufen]

Alternative Termine: Fr 13.10.17 | Sa 14.10.17 |

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