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Szenische Lesung am Sonntagnachmittag bei Kaffee und Kuchen

Paul Celan (1920 – 1970) Deutsch-französischer Lyriker und Übersetzer rumänischer Herkunft
Paul Celan (eigentlich Paul Antschel, auch: Anczel) wurde am 23. November 1920 in Czernowitz geboren. Er studierte Medizin in Frankreich, danach Romanistik in Czernowitz. Seine Eltern kamen 1942 im Arbeitslager ums Leben. Der Vater starb an Typhus, die Mutter wurde durch Genickschuß ermordet. Celan selbst war von 1941 bis 1943 ebenfalls im Arbeitslager interniert, überlebte es jedoch. Seit 1945 arbeitete er als Lektor und Übersetzer in Bukarest und veröffentlichte erste Gedichte. 1947 emigrierte Celan aus Rumänien nach Paris und arbeitete als Übersetzer. Seine ersten Lyrikbände erschienen. Paul Celans frühe Dichtung steht unter dem Einfluss des Surrealismus und verknüpft die einzelnen Gedichte vermittels von irritierenden Bezügen und Metaphern zu komplexen „Sprachgittern“. Zahlreiche der Gedichte Celans spielen mit der in der Romantik kultivierten Form des Fragments und versuchen, die „Schwelle“ zwischen Sagbarem und Unsagbarem präzis auszuloten. Ausgangspunkt hierbei ist das vom Propagandaapparat des Nationalsozialismus „umhurte Wort“, dem der Dichter als Akt des Protests „das erschwiegene Wort“ entgegenstellt. So soll den „tausend Finsternissen todbringender Rede“ begegnet werden.
Marcel Reich-Ranicki: Ich möchte nicht verheimlichen, dass es Gedichte von Celan gibt, die ich überhaupt nicht oder nur teilweise verstehe, andere wiederum, die ich zwar zu verstehen glaube, die mir jedoch trotzdem fremd bleiben.
Zusammenstellung: Brigitte Döring, mit Andrea Gerhard und Gästen
Hutkasse: 5,- Euro wären nett, bleibt aber freiwillig

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