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Szenische Lesung bei Kaffee und Kuchen

Sarah Kirsch (1935 bis 2013), deutsche Schriftstellerin und Lyrikerin
1935 in Limlingerode (DDR) im Harz als Ingrid Bernstein geboren, wuchs sie in Halberstadt auf und absolvierte ein Biologiestudium in Halle, an das sie ein Studium am Literaturinstitut Johannes R. Becher in Leipzig anschloss. 1967 erschien ihr erster selbständiger Gedichtband der sie schlagartig in Ost und West bekannt machte. Ihre raffinierte Naivität, die Mischung aus märchenhaften und konkret politischen Elementen, die Abweichungs- und Anspielungslust und die extreme Subjektivität kennzeichneten den „Sarah-Sound“. Sie entwickelte der DDR gegenüber eine zunehmend widerborstige Haltung. So gehörte sie auch 1976 zu den ersten Unterzeichnern des Protestbriefes gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns und wurde daraufhin aus dem Vorstand des DDR-Schriftstellerverbandes entfernt. Ihr Ausreiseantrag wurde genehmigt, so dass sie zunächst nach Westberlin übersiedelte, später nach Tielenhemme in Schleswig-Holstein umzog.
Sie hauchte den Gegenständen, Figuren und Vorfällen, von denen sie sprach, eine Art von Doppelleben ein: Sie setzte sie in Bewegung und unterstellte ihnen Absichten und Meinungen – das war das erste Leben, das sie erhielten; dann aber fügte sie ihren Geschöpfen temperamentvoll und entschieden ihre eigenen Emotionen hinzu und setzte sie ihnen aus – das war das zweite Leben, das sie führten.
Zusammenstellung: Brigitte Döring; mit Andrea Gerhardt und Gästen

Hutkasse: 5,- Euro wäre nett, bleibt aber freiwillig


Eintritt frei

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