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Szenische Lesung mit Musik bei Kaffee und Kuchen

Die Falle erschien 1966 in der Satirezeitschrift pardon und gehört zu den frühen Arbeiten von Robert Gernhardt. Die Erzählung gilt als Klassiker der „Anti-Weihnachts-Literatur“.
„Da Herr Lemm, ein reicher Mann, seinen beiden Kindern zum Christfest eine besondere Freude machen wollte, rief er Anfang Dezember beim Studentenwerk und bestellte einen Weihnachtsmann. Studenten stünden dafür bereit, 25 DM koste eine Bescherung, die Kostüme brächten die Studenten mit, die Geschenke müsste der Hausherr natürlich selbst stellen.
„Versteht sich, versteht sich“, sagte Herr Lemm, gab die Adresse seiner Villa in Berlin-Dahlem an und bestellte einen Weihnachtsmann für den 24. Dezember um 18 Uhr. Seine Kinder seien noch klein, und da sei es nicht gut, sie all zulange auf die Bescherung warten zu lassen. Der bestellte Weihnachtsmann kam pünktlich. Er war ein Student mit schwarzem Vollbart, unter dem Arm trug er ein Paket. „Wollen Sie so auftreten?“ fragte Herr Lemm. „Nein“, antwortete der Student, „da kommt natürlich noch ein weißer Bart darüber. Kann ich mich hier irgendwo umziehen?“ Er wurde in die Küche geschickt. „Da stehen aber leckere Sachen“, sagte er und deutete auf die kalten Platten, die auf dem Küchentisch standen. „Nach der Bescherung, wenn die Kinder im Bett sind, wollen noch Geschäftsfreunde meines Mannes vorbeischauen“, erwiderte die Hausfrau. Daher eilt es etwas. Könnten Sie bald anfangen?“ Der Student war schnell umgezogen. Der Whiskey eingeschenkt. Die Falle schnappt zu!…….“
Zusammenstellung: Brigitte Döring; mit Andrea Gerhard und Gästen
Hutkasse: 5,- Euro wäre nett, bleibt aber freiwillig

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